Was ist Yoga wirklich?

Aktualisiert: Apr 11




Ja, das ist sicher eine gute Frage ... Nun, fangen wir doch einfach mal mit der Bedeutung des Wortes Yoga an und machen einen kleinen Ausflug in das alte Indien... was genau heißt es denn nun?


Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit, der klassischen Sprache der indischen Brahmanen - Lehrer und Gelehrten. Der Wortstamm Yuj bedeutet anschirren, aufzäumen, vereinen. Gemeint war damit die Vereinigung von Körper und Seele, zur Sammlung und Konzentration. Ein Weg zur Selbsterkenntnis. Nicht mehr und nicht weniger.


Laut Wikipedia unterscheidet sich traditioneller, indischer Yoga grundsätzlich vom westlichen, modernen Yoga und enthält sehr viel komplexere Lehren und Praktiken als die modernen Formen. Ich persönlich halte es da mit der Tradition, weil sie einfach viel tiefer und weiter greifen kann. Was heißt das nun für uns, die wir Yoga üben wollen? Macht Euch selbst ein Bild....


Zunächst sollte man für sich wissen, wohin die Reise gehen soll. Möchte ich mehr Entspannung in mein Leben einbauen? Möchte ich beweglicher werden? Stecke ich in einer Krise und brauche Antworten, neue Impulse, oder habe ich Schmerzen? Was suche ich?


Und dann gilt es die richtige Lehrerin oder den richtigen Lehrer zu finden. Ich werde nicht müde, darauf hinzuweisen, dass man Yoga nicht im do it yourself -Verfahren lernen kann, erfahren kann. Es braucht tatsächlich jemanden, der Anfänger einschätzen kann, ihre Ziele oder auch Beschwerden, vielleicht sogar Vorerkrankungen kennt, damit man richtig abgeholt werden kann. Für viele Yogahaltungen gibt es Kontraindikationen, z.B. sollten Menschen mit erhöhten Blutdruck (auch wenn er eingestellt ist, oder Augeninnendruck) keine Umkehrhaltungen üben, oder Menschen mit einer Skoliose keine Drehhaltungen usw. kurz um, man braucht einen Fachmann, eine Fachfrau.


Doch zurück zum ursprünglichen Thema ... Es ist ein System, was dem Menschen in einem ganzheitlichen Ansatz dient und es zielt darauf ab, dem Menschen zu helfen, sich selbst besser zu verstehen, klarer zu sehen, Schwierigkeiten besser zu erkennen und anders damit umzugehen. Das geschieht auf allen Ebenen, angefangen vom Körper über den Atem und nicht zuletzt natürlich auf der mentalen Ebene. Die Körperübungen, die durchaus fordernd sein können, stellen nur eine Ebene von mehreren dar, führen uns aber mit angemessenem Atem geübt, bereits in eine meditative Entspannung. Andere Übungen wiederum können sehr anregend sein, sind eher für den Morgen geeignet und bringen uns in unsere Kraft, dehnen kräftig durch. Aber auch da, geht es immer um die innere Haltung, in der wir üben. Ruhig, konzentriert und gelassen, bei gleichmäßigem Atem.


Und dann sind die da die Atemtechniken, die durchaus schon ein gewisses Maß an Übung erfordern und die auch an den jeweils Übenden angepasst werden sollten. So geht die Reise weiter von außen nach innen, vom Körper über den Atem zum Geist. Wir nehmen alles, was uns als Mensch ausmacht, mit auf die Reise, um am Ende der Reise bei uns selbst anzukommen. Natürlich braucht es dabei ein gewisses Maß an Disziplin, wir müssen uns schon aufraffen, um unsere Yoga Praxis regelmäßig zu üben, oder um zum Kurs zu gehen. Auch hier gilt - ohne Fleiß, kein Preis - aber wir bekommen so viel geschenkt dabei, die Reise lohnt sich. Ich habe noch niemanden erlebt, der nicht davon profitiert hätte und meistens begleitet es die Menschen für den Rest des Lebens, wenn sie einmal damit begonnen haben.


Nun, Yoga ist eine Philosophie, eine sehr alte. Jeder Mensch kann zu jeder Zeit damit beginnen, ganz gleich wie alt er ist, ob krank oder gesund. Und ich schließe mit Wikipedia:


am 1. Dezember 2016 wurde Yoga als Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt.


Das ist doch schon einmal was.


Namaste, Beate



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