• Beate

Ist Yoga Entspannung?

Aktualisiert: vor 5 Stunden

Wenn die Menschen beginnen, sich für Yoga zu interessieren, steht meist vor allem das Bedürfnis nach Entspannung als wichtigstes voran.



Yoga wird mit Entspannung gleichgesetzt. Ist es Dir auch so gegangen? Man ist abgespannt, schläft schlecht, der Körper schmerzt und man schafft es nicht, abzuschalten. Ja, das ging mir selbst vor Jahren auch so. Ich habe vieles ausprobiert, bevor ich dann förmlich über einen Flyer mit der Information meiner ersten Yogalehrerin gestolpert bin. Und so fing es an ... Ich wollte mich entspannen, abschalten, den Kopf leer machen.


Schnell habe ich dann gelernt, dass Yoga viel mehr damit zu tun hat, erst einmal die ganze Anspannung in uns wahrzunehmen u n d zuzulassen! Die alten Lehrer in Indien würden nur mit dem Kopf schütteln, bei der Gleichsetzung von Yoga und Entspannung. Tatsächlich zielt der Yoga darauf ab, uns selbst besser kennenzulernen. Zu verstehen, warum bin ich angespannt, was verbirgt sich dahinter? Warum begegnet mir das immer wieder, und was trage ich selbst dazu bei?


Das ist der Weg - uns unserer Muster klarzuwerden und zwar auf jeder Ebene: Körper, Atem und Geist. Der Geist spielt dabei die zentrale Rolle. Er ist wie ein Organ anzusehen, in dem sich alles, was wir wahrnehmen können abspielt: Gedanken, Emotionen, Vorstellung, Erinnerung, Wahrnehmung von Schmerzen usw. Gerne vergleiche ich dieses Organ mit einem Ozean, in dem es immer Bewegung gibt, immer Strömungen, mal mehr mal weniger. Wir nehmen diese Bewegungen wahr, mal als Unruhe, mal vielleicht als etwas Schönes, mal als Gefühl usw.


Dabei ist wichtig, dass wir all diese Bewegungen nicht bewerten, sie geschehen lassen. Da gibt es kein gut oder schlecht. Es ist nur eine Welle, die wieder abebbt. Das ist Yoga, und dabei entsteht Entspannung.


Natürlich nehmen wir den Körper mit auf die Reise, und so gehört ja zum Yoga Unterricht auch immer die geführte Tiefenentspannung, nach der wir uns erholt und klar fühlen. Aber es ist eher die oben beschriebene Arbeit an unseren Facetten, dem achtsamen Schauen auf das, was mit uns vorgeht, was den Yoga ausmacht.


Die Entspannung bekommen wir dann dabei geschenkt!


Namaste




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